
Krebshilfe
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Deutsche Krebshilfe fördert Verbundprojekt INTEGRATE
1,3 Millionen Euro für genetische Risikoabschätzung und Aufbau von bundesweitem Register zu familiären Prostatakrebs
Die Deutsche Krebshilfe fördert das wissenschaftliche Verbundprojekt „INTEGRATE“ (germlINe tesTing rEGistry pRostATe cancEr) unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Alexander Volk, Direktor des Instituts für Familiäre Tumorerkrankungen der Uniklinik Köln und der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, und Prof. Dr. Lars Budäus, Leitender Arzt an der Martini-Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, mit insgesamt 1,3 Millionen Euro für eine Laufzeit von drei Jahren.
Ziel des Projekts ist es, Einschlusskriterien für die genetische Testung bei familiärem Prostatakrebs zu validieren und parallel ein zentrales Register aufzubauen – als Grundlage für risikoadaptierte Präventions- und Früherkennungsmaßnahmen für gesunde Männer aus Familien mit Häufung von Prostatakrebs.
Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Eine genetische Analyse bei familiärem Prostatakrebs in Deutschland wird bislang nicht flächendeckend routinemäßig angeboten – unter anderem, weil abgestimmte und in der Versorgung validierte Einschlusskriterien fehlen.
Damit bleiben Chancen ungenutzt, Risikofamilien frühzeitig zu identifizieren und Angehörigen risikoadaptierte Präventionsmaßnahmen zu ermöglichen. INTEGRATE will diese Lücke schließen, indem klinische Daten, Familienanamnese und genetische Befunde strukturiert zusammengeführt und ausgewertet werden.
INTEGRATE vernetzt spezialisierte universitäre Prostatakrebszentren in Hamburg, Düsseldorf, Dresden, München und Köln mit erfahrenen Forschungseinrichtungen wie dem Institut für Familiäre Tumorerkrankungen der Uniklinik Köln und dem Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE) der Universität Leipzig.
Kern ist der Aufbau eines qualitätsgesicherten INTEGRATE-Registers nach etablierten Registerstrukturen. Zudem werden Informationsmaterialien entwickelt und weiterentwickelt, um die Ansprache geeigneter Zielgruppen und die Umsetzung in klinischen Abläufen zu stärken.
Eng begleitet wird das Projekt von den Patientinnen- und Patientenorganisationen Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. und BRCA-Netzwerk e.V. (BRCA-Netzwerk).
„Das geplante Register ist ein entscheidender Schritt, um die hochwertige Versorgung betroffener Patienten und Ihrer Angehöriger zu verbessern und weiter zu entwickeln“,
so Prof. Volk.
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